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Piemont - Oropa

Die Wallfahrtskirche Oropa (ca. eine knappe Autostunde von Verres entfernt) liegt auf etwa 1.200 m Höhe und wird als eine der wohl wichtigsten Wallfahrtsorte der Alpen bezeichnet. Eingebettet in eine natürliche Talmulde mit weiter Aussicht in die Po-Ebene bis hin zum Apennin ist dies ein Ort der Begegnung und des Dialoges.

Nach der Überlieferung geht die Gründung der Wallfahrtskirche auf den heiligen St. Eusebio zurück, seines Zeichens Bischoff von Vercelli. Die ersten schriftlichen Dokumente, in denen Oropa erwähnt wird, finden sich zu Anfang das 13. Jh. Sie berichten über die Existenz von zwei einfachen Kirchen, die einen Bezugspunkt für Reisende auf den Weg ins Aostatal darstellten.

Im Laufe der Zeit hat dieser Ort viele Wandlungen erlebt: von einer Durchgangsstation  für Reisende bis hin zur heutigen Groesse als Pilgerstätte für Gläubige aus allen Teilen der Welt.

Der majestätische Komplex ist das Ergebnis vieler Savoyer Architekten, darunter auch Juvarra, der das Stadtbild von Turin wesentlich geprägt hat. Das heutige Aussehen stammt aus dem 17. und 18. Jh.

Das geistliche Herz der Anlage stellt die im 17. Jh. von der Stadt Biella errichtete Kirche der schwarzen Madonna dar. Im Inneren befindet sich die Statue der schwarzen Madonna, die in Holz von einem valdostanischen Künstler im 18. Jh. geschaffen wurde.

Der Grundstein für die „Hohe Basilika“ die den krönenden Abschluss der Anlage bildet, wurde im Jahre 1885 gelegt. Bedingt durch die während der Weltkriege unterbrochenen Arbeiten, konnte die Kirche erst 1960 fertig gestellt werden.