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Die Villa Carlotta befindet sich in Tremezzo am Westufer des Comer Sees. Direkt auf der gegenüberliegenden Seeseite befindet sich Bellagio, das mit der Fäehre gut erreichbar ist. Besucht wird die Villa Carlotta gerne im Frühjahr, wenn die Rhododendron- und Azaleen in voller Blüte stehen.
1690 wurde mit dem Bau der Villa unter Giorgio II. Clerici begonnen, einem Mailänder Bankier, und unter Antonio Giorgio Clerici vollendet. Als er 1768 verstarb, erbte Claudia Clerici die Villa. 1801 verkaufte sie die Villa an Gian Battista Sommariva, der sich insbesondere dem Ausbau des Gartens und der Erweiterung der Kunstsammlung widmete. Er starb 1826 und kurz darauf (1838) auch sein Sohn Luigi.
Das Erbe wurde zwischen seiner Frau und zahlreichen Verwandten aufgeteilt, sodass die Villa 1843 an Marianne von Nassau Prinzessin der Niederlande, der Frau Prinz Alberts von Preußen, verkauft werden musste.
Prinzessin Marianne gab die Villa ihrer Tochter Carlotta als Geschenk zur Hochzeit mit Georg II. von Sachsen-Meiningen. Die Villa blieb im Besitz der Familie Sachsen-Meiningen bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Ein Verwalter führte die Villa unter staatlicher Aufsicht weiter, bis 1927 die Gesellschaft “Ente Autonomo Villa Carlotta” gegründet wurde, die sich um die Erhaltung und Pflege der Villa und des Gartens kümmert.
Die Villa, die von der Familie Clerici im klassischen Stil des 18. Jahrhunderts errichtet worden war, wurde im Directoire-Stil unter Graf Sommariva erneuert. Er ließ das Dachgesims mit einer Balustrade und Vasen versehen, sowie mit einer Uhr über der Loggia. Die Villa steht auf der obersten von fünf Terrassen, die in den Hang angelegt wurden. Vom Seeufer führt eine doppelläufige Treppe mit dekorativen Balustraden über die Terrassen zur Villa.
Das Innere der Villa ist heute ein Museum. Die Sammlung zeigt, neben Möbelstücken aus der Zeit der verschiedenen Besitzer, Werke von Canova Thorvaldsen, Migliara und Hayez.
Die gesamte Parkanlage nimmt eine Fläche von ca. 8 ha ein und besteht aus unterschiedlichen Abschnitten. Unmittelbar um die Villa, zum Seeufer hin, liegt der italienische Garten mit geschnittenen Hecken und Pergolen mit Orangen- und Kamelienbäumchen.
Den Hang aufwärts breitet sich der Rhododendron- und Azaleengarten aus. Der Bambusgarten bietet auf einer Fläche von 3.000 qm. über 25 Bambusarten. Die Familie Sachsen-Meiningen erweiterte den Garten um einen Steingarten und einen Englischen Garten mit seltenen Bäumen und einer künstliche Schlucht
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