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Auf den Spuren von Napoleon: Von Arnad über Machaby und den Pass La Cou 1.374 m nach Albard
Im Morgengrauen am 14. Mai 1800 überquerten 40.000 Mann der Armée de réserve Napoleons die Alpen über den Paß des Großen San Bernardo mit der Aufgabe, das österreichisch- piemontesische Heer zu überrumpeln, das die Po-Ebene besetzt hielt. Der Abstieg verlief problemlos bis zur Festung Bard, wo er durch das österreichischen Bataillon auf Wache in der Festung abrupt gestoppt wurde.
Da es nicht möglich war, die Festung Bard zu überwinden, wurde von den Truppen eine alternative Strecke über den Pass La Cou gewählt, die wohl aus Unkenntnis der Österreicher nicht militärisch gesichert war. In Arnad begann der Anstieg auf schmalen Wegen bis zum Pass und von dort ging es wieder hinunter nach Albard. Die Enge Bard war somit überwunden. Auf dem Weg über die Berge übernachtete Napoleon in Arnad, La Cou und Albard.
In Arnad (Autobahnausfahrt Verres, dann in Richtung Turin, ca 5 km) beginnt auch unsere Wanderung. Von der Bundesstrasse biegen Sie in den Ort ab und folgen den Wegweisern in Richtung Machaby. Die Strasse, nachdem der Ort durchfahren ist, folgt einem kleinen Tal bergauf. An deren Ende befindet sich ein grosser Parkplatz, wo Sie Ihren PKW abstellen und unsere Wanderung beginnt.
Unterhalb des Parkplatzes folgen Sie den Wegweisern in Richtung Machaby. Der Weg führt durch Kastanienwald bergauf. Nach etwa 15 Minuten haben Sie die kleine Wallfahrtskirche Notre Dame des Neiges erreicht.
Diese Kirche bestand mit Sicherheit bereits 1503 mit allerdings startk reduzierten Dimensionen im Vergleich zu den heutigen. Im Jahr 1687 wurde das Gebaeude wieder aufgebaut. Der Tragbalken der Einganstuer datiert aus dem Jahr 1687. Der Glockenturm wurde 1723 erstellt. Das Gebaeude besteht aus drei Schiffen, die durch Säulen aus Stein und durch zwei Pilaster in der Naehe des Hochaltars unterteilt sind.. In einem separaten Hausteil hinter der Wallfahrtskirche findet man im Innern von Nieschen Freskenmalereien. Nicht weit von der Kirche entfernt befinden sich zwei grosse Gebaeude aus dem 19. Jahrhundert, die zur Beherbergung der Pilger dienten.
In naechster Naehe der Kirche befindet sich ein Haus, wo sich valdostanischen Partisanen zum Widerstand gegen die Faschisten getroffen haben. Dieses Haus wurden im Jahre 1944 Nidergebrannt und danach als Erinnerung fuer die nachfolgenden Generationen wieder aufgebaut.
Kurz danach erreichen Sie den kleinen Weiler Machaby. Dort befindet sich auch ein einfaches Restaurant “Lo Dzerby” (von Mai bis Oktober nur an Wochenenden geöffnet), wo Sie herzhaft und preiswert essen können. Bitte folgen Sie dem Wegweiser zum Colle Finestra. Sie kommen an einer ehemaligen Kaserne vorbei, die jetzt zu einer Jugendherberge umgebaut wird. Diese wurde im Rahmen des Wiederaufbaues der Festung Bard zur militärischen Sicherung errichtet. Im weiteren Verlauf des Weges treffen Sie übrigens auf weitere Zeugen der damaligen Verteidgungsstrategie, wie zum Beispiel die Reste des Waffenlagers Machaby sowie die Ruinen der Befestigung auf dem Pass La Cou.
Der Weg führt weiter durch Wald hinauf und gibt einen herrlichen Blick auf das Tal sowie die Felswand Courma di Machaby frei. Dies wird von Climbern, ausgehend vom Talboden, gerne durchstiegen. Bald sind die Überreste der Batteria di Machaby, das alte Waffenlager, erreicht.
Unser Weg führt weiter bergan, an einzelstehenden Häusern vorbei und dann wieder durch Wald. In zahllosen Kehren geht der Weg weiter immer durch Wald aufwärts. Abhängig von der erreichten Höhe wechseln Nussbäume mit Buchen, Birken und dann mit Lärchen ab.
Nach etwa knapp zwei Stunden (ab Parkplatz) ist der Pass La Cou erreicht. Eine Alm mit großen Weideflächen hat den Wald abgelöst. Weite Blicke hinab ins Tal und in der Ferne grüßen die Schneebedeckten Berge. Hier befinden sich die Reste der ehemaligen Kasernen. Vom nahen Tete de Cou (im Anschluß an die Ruinen) soll man einen schönen Blick auf das Tal und die Festung Bard haben. Leider hingen die Wolken bei unserer Wander sehr tief, so daß wir nichts sehen konnten.
Von hier geht es weiter hinab nach Albard.
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